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MODELLE UND KOSTEN

KI-Modellrichtlinie für Teams: wer die Freigabeliste festlegt

6 Minuten Lesezeit

KI-Modellrichtlinie für Teams: wer die Freigabeliste festlegt
Zusammenfassung

Die meisten Beratungen haben nie entschieden, welche KI-Modelle ihre Leute in der Kundenarbeit nutzen dürfen. In der Praxis hat das entschieden, wer sich zuerst bei einem Tool angemeldet hat. So wird daraus eine Entscheidung mit klarer Zuständigkeit.

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Eine KI-Modellrichtlinie für Teams ist eine kurze Liste der Modelle, die das Haus für Kundenarbeit zulässt, mit einer benannten Person, die sie pflegt, und einem Termin, an dem sie überprüft wird. Sie passt auf eine Seite. Die meisten Beratungen haben keine, und das selten, weil sie sich dagegen entschieden hätten. Die Frage kam nie auf, also ergab sich die Antwort aus den Tools, bei denen sich die Leute gerade angemeldet hatten.

Das ist eine andere Frage als die, welches Modell zu welcher Aufgabe passt. Dort geht es darum, welches Modell sich für eine bestimmte Arbeit eignet. Hier geht es darum, wer überhaupt entscheidet, was zur Auswahl steht.

Warum eine offene Modellwahl Probleme macht

Eine offene Wahl macht Probleme, weil hinterher niemand Auskunft darüber geben kann. Wenn alle Beraterinnen und Berater ihr Modell selbst wählen, kann das Haus nicht sagen, welche Modelle das Material eines Kunden verarbeitet haben und zu welchen Bedingungen. Genau das kann ein Kunde in einem Sicherheitsfragebogen oder einer Vertragsanlage fragen, und „Kommt darauf an, wer die Arbeit gemacht hat“ ist darauf eine schlechte Antwort.

Dazu kommt ein Qualitätsproblem. Dieselbe wiederkehrende Aufgabe läuft je nach Bearbeiter über ein anderes Modell, sodass das Ergebnis aus Gründen schwankt, die mit der Arbeit nichts zu tun haben. Prüfende korrigieren am Ende einen Unterschied, den sie nicht sehen können.

Eine Freigabeliste löst beides, und niemand muss dafür zum Modellexperten werden. Die Leute wählen aus einer kurzen Auswahl, und das Haus weiß, was darauf steht.

Wer die Liste verantworten sollte

Eine benannte Person sollte die Liste verantworten, und zwar jemand nah an der Projektarbeit. In einer Beratung ist das meist die Operations-Leitung, eine Practice-Leitung oder ein Partner, dem wichtig ist, wie gearbeitet wird. Ein IT-Projekt muss das nicht sein, und in einem Haus ohne IT-Abteilung kann es auch keins sein.

Die verantwortliche Person muss neue Modellversionen nicht genau verfolgen. Ihre Aufgabe ist sicherzustellen, dass zu jedem Modell auf der Liste die Fragen unten gestellt wurden und dass jemand sie am Prüftermin erneut stellt. Ein Gremium erledigt das meist schlechter als eine einzelne Person, weil jedes Mitglied annimmt, jemand anderes habe die Liste schon aktualisiert.

Was Sie klären sollten, bevor ein Modell auf die Liste kommt

Stellen Sie jedem Modell dieselben fünf Fragen, bevor Sie es zulassen.

FrageWarum sie wichtig ist
Werden Kundendaten zum Training des Modells verwendet?Kundenmaterial darf nicht in einem Modell landen, das auch andere Häuser nutzen
Wo werden die Daten verarbeitet und gespeichert?Manche Kunden legen im Vertrag eine Region fest
Für welche Arbeit ist es gut genug?Daraus folgt, für welche Teams und Aufgaben das Modell zugelassen ist
Gibt es ein günstigeres Modell, das diese Aufgabe genauso gut erledigt?So bleibt das stärkste Modell der Arbeit vorbehalten, die es wirklich braucht
Wer hat es angefragt, und wofür?Ein Modell, für das niemand einen Einsatzzweck nennen kann, gehört nicht auf die Liste

Notieren Sie die Antworten direkt beim Modell. Wenn ein Kunde fragt, wie das Haus KI einsetzt, sind die Liste und diese Antworten schon der größte Teil der Auskunft.

Die Liste je Team eingrenzen, wo sich die Arbeit unterscheidet

Eine einzige Liste für das ganze Haus ist der richtige Anfang. Grenzen Sie sie je Team nur dort ein, wo sich die Arbeit so stark unterscheidet, dass es sich lohnt. Ein Research-Team, das aus Kundendokumenten lange Synthesen erstellt, braucht vielleicht das stärkste Modell auf der Liste. Ein Team, das routinemäßig Statusberichte schreibt, braucht es nicht, und wenn es aus seiner Auswahl verschwindet, erspart ihm das bei jeder neuen Aufgabe eine Entscheidung.

Eingegrenzt wird immer nur in eine Richtung. Die Liste eines Teams ist eine Teilmenge der Liste des Hauses, nie eine Erweiterung. Braucht ein Team ein Modell, das das Haus nicht zugelassen hat, durchläuft dieses Modell die fünf Fragen und wird dann für alle freigegeben, die es haben sollten. Wer für ein einzelnes Team eine Sonderregel zulässt, ist wieder bei der offenen Wahl.

Die Liste zum einzigen Weg machen

Wenn die Richtlinie ein Dokument ist und das Tool offen bleibt, ist die Richtlinie nur eine Empfehlung. Die Liste wirkt erst, wenn sich andere Modelle dort, wo die Arbeit entsteht, gar nicht nutzen lassen. Sonst hängt die Richtlinie davon ab, dass alle unter Termindruck an sie denken, und in der ersten vollen Woche vergessen die Leute sie.

Darin liegt auch der Unterschied zwischen einer Richtlinie und einem Verbot. Wer eine gute, kurze Liste bekommt, nutzt sie in der Regel. Wer nur hört, dass KI in der Kundenarbeit tabu ist, und keine Alternative bekommt, nutzt sie meist trotzdem, dann eben über ein privates Konto.

Die Liste zu einem festen Termin überprüfen

Überprüfen Sie die Liste jedes Quartal und immer dann, wenn ein Anbieter seine Datenbedingungen ändert. Ein Quartal ist lang genug, damit die Prüfung nicht zur Daueraufgabe wird, und kurz genug, damit sich die Liste nicht weit von dem entfernt, was verfügbar ist.

Die Prüfung selbst geht schnell. Kontrollieren Sie für jedes Modell auf der Liste, ob die fünf Antworten noch stimmen und ob das Modell genutzt wird. An der Nutzung je Team sehen Sie, welche Modelle die Leute tatsächlich verwenden und welche für ein Projekt aufgenommen wurden, das vor Monaten zu Ende ging. Entfernen Sie, was nicht genutzt wird, denn für jedes Modell auf der Liste muss das Haus Rede und Antwort stehen.

So sieht das in Hebno aus

In Hebno legt ein Admin fest, welche Modelle das Haus nutzen kann, und kann diese Liste für jedes Team eingrenzen. Modelle außerhalb der Liste sind nicht verfügbar. Die Richtlinie greift also dort, wo gearbeitet wird, und niemand muss an sie denken. Die Nutzung ist nach Team, Mitglied und Kundenprojekt sichtbar, also genau das, was Sie für die Prüfung im Quartal brauchen. Die Seite zum Bereich Steuerung zeigt die Einstellungen.

Die Modellwahl gehört zum Thema das richtige KI-Modell zu Kosten, die Sie steuern. Dort lesen Sie, wie Liste und Nutzungsübersicht zusammenspielen.

So arbeiten Beratungen, die sich vom Wettbewerb absetzen.

Ein kurzer Rundgang durch Hebno, zugeschnitten auf die Arbeit Ihres Teams.